ASHES OF EDEN

SERVER-REGELWERK

Stand: Oktober 2026

Ashes of Eden ist ein immersiver RedM-Rollenspielserver, angesiedelt im Wilden Westen des Jahres 1899. Unsere Welt verbindet klassische Western-Elemente mit mystischen Einflüssen, Geheimnissen und einer lebendigen Geschichte, die durch die Entscheidungen unserer Spieler entsteht.

Unser Anspruch ist es nicht, möglichst viele Konflikte zu gewinnen, sondern gemeinsam glaubwürdige, spannende und nachhaltige Geschichten zu erschaffen.

Jede Entscheidung kann Konsequenzen haben. Jeder Charakter darf Fehler machen, scheitern, sich verändern und an seinen Erfahrungen wachsen.

Dieses Regelwerk bildet die Grundlage für das Rollenspiel auf Ashes of Eden. Ergänzend gelten das Spieler-Regelwerk, das Crime-Regelwerk und das Mystic-Regelwerk.

§1 · Grundverständnis des Roleplays

§1.1 Miteinander statt gegeneinander

Roleplay ist ein gemeinsames Erlebnis. Jeder Spieler trägt Verantwortung dafür, dass auch andere Beteiligte Möglichkeiten erhalten, ihre Charaktere glaubwürdig auszuspielen.

Konflikte, Rivalitäten und Niederlagen gehören ausdrücklich zum Roleplay. Das Ziel einer Situation darf jedoch nicht ausschließlich darin bestehen, anderen Spielern den Spielspaß zu nehmen oder den eigenen Charakter um jeden Preis als Sieger hervorgehen zu lassen.

§1.2 IC bleibt IC – OOC bleibt OOC

IC (In Character) bezeichnet die Handlungen und Informationen innerhalb der Spielwelt.

OOC (Out of Character) bezeichnet alle Informationen, Gespräche und Ereignisse außerhalb des Rollenspiels.

Persönliche Sympathien, Abneigungen oder Konflikte dürfen nicht dazu führen, dass Charaktere innerhalb des Roleplays gezielt bevorzugt oder benachteiligt werden.

Ebenso dürfen IC-Konflikte nicht zu persönlichen Anfeindungen außerhalb des Spiels führen.

§1.3 Respekt und persönliche Grenzen

Innerhalb des Roleplays sind Streitigkeiten, Drohungen und charaktertypische Beleidigungen grundsätzlich zulässig, sofern sie zur jeweiligen Situation passen.

Persönliche Angriffe auf die reale Person hinter einem Charakter, diskriminierende OOC-Äußerungen, gezielte Belästigung sowie unerwünschte sexualisierte Inhalte sind untersagt.

Persönliche Grenzen sind zu respektieren. Wer eine Szene aufgrund besonders belastender Inhalte nicht fortsetzen kann, darf sich über einen geeigneten OOC-Weg an den Support wenden.

§1.4 Eigenverantwortung

Jeder Spieler ist für seine Entscheidungen, Handlungen und deren Auswirkungen selbst verantwortlich.

Die technische Möglichkeit, eine Handlung auszuführen, bedeutet nicht automatisch, dass diese innerhalb des Roleplays zulässig oder glaubwürdig ist.

§2 · Immersion und Glaubwürdigkeit

§2.1 Die Spielwelt wird ernst genommen

Ashes of Eden versteht seine Welt als eigenständige, lebendige Umgebung.

Jeder Charakter soll sich so verhalten, als wären seine Umgebung, andere Charaktere, Verletzungen und mögliche Gefahren tatsächlich existent.

Absichtlich unrealistisches, provokantes oder ausschließlich auf technische Spielmechaniken ausgerichtetes Verhalten widerspricht diesem Grundsatz.

§2.2 Historisches Setting

Das Rollenspiel startet im Jahr 1899 statt.

Sprache, Kleidung, Waffen, gesellschaftliche Strukturen und Verhaltensweisen sollen sich glaubwürdig in dieses historische Setting einfügen.

Moderne Begriffe, Internet-Memes, gegenwärtige Popkultur und offensichtlich anachronistische Verhaltensweisen sind innerhalb des Roleplays zu vermeiden.

Die eigenständige Lore von Ashes of Eden kann bewusst von der realen Geschichte abweichen.

§2.3 Technische Begriffe

Serverneustarts, Scripts, Benutzeroberflächen, Tastenkombinationen, Bugs oder andere technische Vorgänge existieren für den Charakter nicht.

Solche Begriffe dürfen nicht als Bestandteil der Spielwelt behandelt werden.

Notwendige technische Absprachen erfolgen außerhalb des Roleplays und dürfen laufende Situationen nicht unnötig unterbrechen.

§2.4 NPCs und die lebendige Welt

NPCs sind Bestandteil der Spielwelt und repräsentieren deren Bevölkerung.

Grundloses Töten, Verletzen oder wiederholtes Belästigen von NPCs ist untersagt, sofern keine nachvollziehbare RP-Situation zugrunde liegt.

Städte, Dörfer und öffentliche Einrichtungen gelten grundsätzlich als belebt, auch wenn technisch nur wenige NPCs oder Spieler anwesend sind.

§2.5 Umgebung und physikalische Grenzen

Die Spielphysik darf nicht bewusst ausgenutzt werden, um unrealistische Handlungen auszuführen.

Hierzu zählen insbesondere unmögliche Sprünge, bewusstes Umgehen von Hindernissen sowie das Ausnutzen von Animationen oder Kollisionen.

§3 · Charaktertreue und Charakterentwicklung

§3.1 Eigenständige Persönlichkeit

Jeder Charakter verfügt über eine eigene Persönlichkeit, Vergangenheit, Motivation, Ziele und Schwächen.

Entscheidungen müssen grundsätzlich mit der bisherigen Entwicklung des Charakters vereinbar sein.

Unbegründete Persönlichkeitswechsel oder Handlungen, die ausschließlich einem OOC-Vorteil dienen, sind zu vermeiden.

§3.2 Glaubwürdige Entwicklung

Charakterentwicklung entsteht durch Erfahrungen, Beziehungen, Konflikte, Erfolge und Niederlagen.

Besondere Fähigkeiten, gesellschaftliche Stellungen oder einflussreiche Beziehungen dürfen nicht ohne nachvollziehbare Entwicklung vorausgesetzt werden.

Erfundene Hintergrundgeschichten dürfen keine nicht genehmigten Sonderrechte begründen.

§3.3 Keine Allwissenheit

Ein Charakter besitzt ausschließlich das Wissen, das er aufgrund seiner Vergangenheit, Ausbildung oder eigenen RP-Erfahrungen glaubwürdig haben kann.

OOC bekannte Informationen dürfen nicht automatisch als Charakterwissen verwendet werden.

§3.4 Konsequenzen akzeptieren

Die Handlungen eines Charakters können Auswirkungen auf seinen Ruf, seine Beziehungen, seine Gesundheit, seinen Besitz und seine gesellschaftliche Stellung haben.

Diese Konsequenzen sind ernst zu nehmen und dürfen nicht durch plötzliches, unglaubwürdiges Verhalten umgangen werden.

§4 · Value of Life und Fear-RP

§4.1 Schutz des eigenen Lebens

Jeder Charakter besitzt einen natürlichen Selbsterhaltungstrieb.

Das eigene Leben ist ein wertvolles Gut und darf nicht ohne nachvollziehbare charakterliche oder situative Grundlage leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden.

§4.2 Bedrohungen ernst nehmen

Waffenbedrohungen, schwere Verletzungen, Gefangennahmen und deutliche Übermacht müssen glaubwürdig ausgespielt werden.

Ein Charakter darf Angst, Unsicherheit oder Vorsicht zeigen, ohne dadurch seine Persönlichkeit aufzugeben.

§4.3 Keine erzwungene Unterwerfung

Fear-RP bedeutet nicht, dass jede Forderung eines Gegenspielers automatisch erfüllt werden muss.

Widerstand, Verhandlung, Täuschung oder Flucht können zulässig sein, sofern sie zur Situation passen und eine realistische Überlebenschance besteht.

§4.4 Unrealistisches Heldenverhalten

Das bewusste Ignorieren einer unmittelbaren tödlichen Gefahr ohne glaubwürdigen Hintergrund gilt als Fail-RP oder Powergaming.

Auch mutige, erfahrene oder besonders mächtige Charaktere sind nicht grundsätzlich frei von Angst oder Verwundbarkeit.

§5 · Verletzungen, Bewusstlosigkeit und Tod

§5.1 Verletzungen ausspielen

Verletzungen müssen entsprechend ihrer Schwere und der jeweiligen Situation ausgespielt werden.

Ein Charakter, der beispielsweise durch Schussverletzungen, schwere Stürze oder körperliche Gewalt erheblich verletzt wurde, darf nicht wenige Sekunden später wieder uneingeschränkt handeln.

Medizinische Versorgung und Erholungsphasen sind glaubwürdig zu berücksichtigen.

§5.2 Bewusstlosigkeit

Während der Bewusstlosigkeit kann ein Charakter weder sprechen noch aktiv handeln.

Er nimmt seine Umgebung nicht bewusst wahr und darf keine Informationen aus diesem Zeitraum für spätere Handlungen verwenden.

Entscheidungen, die während der Bewusstlosigkeit getroffen werden, dürfen nicht aufgrund von OOC-Wissen beeinflusst werden.

§5.3 New Life Rule (NLR)

Wird ein Charakter nach vollständiger Bewusstlosigkeit beziehungsweise nach seinem Tod durch das entsprechende Spielsystem wiederhergestellt, gelten die Bestimmungen der New Life Rule.

Der Charakter darf nicht unmittelbar in die auslösende Konfliktsituation zurückkehren, um erneut einzugreifen, Rache zu nehmen oder den Ausgang zu beeinflussen.

Informationen über die unmittelbaren Umstände seiner Bewusstlosigkeit oder seines Todes dürfen nicht automatisch wieder als gesichertes Wissen verwendet werden.

Ein späteres Wiederaufgreifen der Geschichte muss auf nachvollziehbarem Roleplay beruhen.

§5.4 Medizinische Versorgung

Medizinische Einrichtungen und ihre Mitarbeiter sind Bestandteil der Spielwelt.

Verletzte Charaktere sollen medizinische Untersuchungen, Behandlungen und mögliche Folgen glaubwürdig ausspielen.

Medizinisches Roleplay darf nicht dazu verwendet werden, andere Spieler zu unerwünschten sensiblen oder entwürdigenden Inhalten zu drängen.

§5.5 Permanenter Charaktertod (Permadeath)

Ein permanenter Charaktertod bezeichnet das endgültige Ende eines Charakters und seiner Geschichte.

Der endgültige Tod eines fremden Charakters darf nicht eigenmächtig erzwungen werden.

Ein beantragter Permadeath benötigt einen nachvollziehbaren RP-Hintergrund sowie die vorherige Prüfung und Freigabe durch autorisierte Mitglieder des Serverteams.

Ein freiwilliger permanenter Tod des eigenen Charakters ist grundsätzlich möglich. Betrifft dieser jedoch bedeutende laufende Handlungsstränge oder offiziell vergebene Rollen, ist eine vorherige Abstimmung mit dem Serverteam erforderlich.

Nach einem endgültigen Charaktertod dürfen Erinnerungen, Besitz oder Beziehungen nicht durch einen Ersatzcharakter gezielt weitergeführt werden.

§6 · Metagaming

§6.1 Definition

Metagaming bezeichnet die Verwendung von Informationen innerhalb des Roleplays, die der Charakter selbst nicht auf glaubwürdige Weise erlangt hat.

Metagaming ist grundsätzlich untersagt.

§6.2 Externe Informationsquellen

Informationen aus Discord, Livestreams, privaten Gesprächen, Tickets, Videos oder anderen externen Quellen dürfen nicht ohne entsprechende IC-Grundlage verwendet werden.

§6.3 Informationen anderer Charaktere

Wissen, das ein Spieler durch einen seiner anderen Charaktere erlangt hat, darf nicht an einen weiteren eigenen Charakter übertragen werden.

Auch die gezielte Weitergabe über andere Spieler zur Umgehung dieser Regel ist unzulässig.

§6.4 Externe Kommunikation während des Roleplays

Die Nutzung externer Kommunikationsprogramme zur Weitergabe spielrelevanter Informationen während laufender RP-Situationen ist verboten.

Für die Kommunikation zwischen Charakteren sind die innerhalb der Spielwelt vorgesehenen Möglichkeiten zu verwenden.

§6.5 Streamsniping

Das Beobachten anderer Spieler über Livestreams oder vergleichbare Übertragungen, um deren Positionen, Handlungen oder Informationen für das eigene Roleplay zu nutzen, ist untersagt.

§7 · Powergaming

§7.1 Definition

Powergaming bezeichnet Handlungen, die anderen Beteiligten ohne angemessene RP-Grundlage realistische Reaktionsmöglichkeiten nehmen oder dem eigenen Charakter unglaubwürdige Vorteile verschaffen.

Powergaming ist verboten.

§7.2 Reaktionsmöglichkeiten

Jede Handlung muss dem Gegenüber eine angemessene Möglichkeit zur Reaktion bieten.

Die Beschreibung einer Handlung stellt nicht automatisch deren erfolgreichen Ausgang dar.

Beispielsweise darf ein Charakter versuchen, einen anderen zu überwältigen. Er darf jedoch nicht ohne entsprechende Interaktion festlegen, dass sein Gegenüber bereits vollständig gefesselt und handlungsunfähig ist.

§7.3 Keine Unverwundbarkeit

Das Ignorieren schwerer Verletzungen, aussichtsloser Situationen oder glaubwürdiger Gegenwehr ist untersagt.

Kein Charakter darf sich grundsätzlich als unbesiegbar, unverwundbar oder jeder Bedrohung überlegen darstellen.

§7.4 Technische Vorteile

Bugs, Animationen, Kollisionen oder andere technische Besonderheiten dürfen nicht genutzt werden, um Reaktionen zu verhindern oder sich Vorteile zu verschaffen.

§7.5 Scripts ersetzen kein Roleplay

Eine Handlung ist nicht allein deshalb zulässig, weil ein Script oder eine Spielmechanik sie ermöglicht.

Die allgemeinen RP-Regeln gelten unabhängig von der technischen Umsetzung.

§8 · Fail-Roleplay

§8.1 Definition

Fail-Roleplay bezeichnet Verhalten, das die Glaubwürdigkeit einer RP-Situation erheblich beeinträchtigt oder die zugrunde liegende Spielwelt bewusst ignoriert.

§8.2 Unrealistisches Verhalten

Dazu zählen insbesondere das grundlose Provozieren lebensgefährlicher Situationen, das bewusste Ignorieren schwerer Verletzungen oder das Ausführen offensichtlich unmöglicher Handlungen.

§8.3 Fehlende Konsequenzen

Wer schwerwiegende Ereignisse unmittelbar und ohne nachvollziehbare Entwicklung ignoriert, handelt entgegen den Grundsätzen des Roleplays.

§8.4 Störung laufender Szenen

Das absichtliche Unterbrechen, Lächerlichmachen oder Sabotieren ernsthafter RP-Situationen ohne glaubwürdige Charaktergrundlage ist untersagt.

§9 · Random Deathmatch und Vehicle Deathmatch

§9.1 Random Deathmatch (RDM)

Das grundlose Angreifen, Verletzen oder Töten anderer Spieler ohne nachvollziehbare RP-Grundlage ist verboten.

Eine bloße persönliche Abneigung, eine Gruppenzugehörigkeit oder das Tragen bestimmter Kleidung begründet keine automatische Berechtigung zur Gewalt.

§9.2 Vehicle Deathmatch (VDM)

Das bewusste Einsetzen von Pferden, Kutschen oder anderen Fahrzeugen als Waffe gegen andere Spieler ist grundsätzlich untersagt.

Ausnahmen können ausschließlich aus einer unmittelbar nachvollziehbaren und glaubwürdigen RP-Situation entstehen.

§9.3 Random Deathmatch durch Dritte

Unbeteiligte Spieler dürfen nicht ohne RP-Grundlage in Konflikte hineingezogen, angegriffen oder getötet werden.

§10 · Konflikte, Gewalt und Eskalation

§10.1 Nachvollziehbare Konfliktgrundlage

Gewalt benötigt eine erkennbare und glaubwürdige RP-Grundlage.

Überfälle, Angriffe, Entführungen und vergleichbare Handlungen müssen aus einer konkreten Situation oder Vorgeschichte entstehen.

§10.2 Verhältnismäßigkeit

Nicht jede Streitigkeit muss in einer Schießerei oder tödlicher Gewalt enden.

Verhandlungen, Drohungen, Rückzug, Flucht und Aufgabe sind gleichwertige Bestandteile des Roleplays.

§10.3 Übermacht

Deutliche zahlenmäßige oder situative Übermacht muss im Roleplay berücksichtigt werden.

Ein Charakter darf eine gefährliche Situation nicht allein deshalb ignorieren, weil er technisch weiterhin kämpfen oder fliehen könnte.

§10.4 Einmischung unbeteiligter Personen

Spieler dürfen sich nicht ohne nachvollziehbare RP-Grundlage in laufende Konflikte einmischen.

Die bloße Zugehörigkeit zu einer bekannten Person oder Gruppierung rechtfertigt nicht automatisch einen bewaffneten Eingriff.

§10.5 Konflikte schaffen Geschichten

Konfliktsituationen sollen nicht ausschließlich darauf ausgerichtet sein, Gegner vollständig auszuschalten oder dauerhaft aus dem Roleplay zu verdrängen.

Auch unterlegene Charaktere sollen, soweit die Situation es zulässt, Möglichkeiten erhalten, die Geschichte weiterzuführen.

§10.6 Konsequenzen von Gewalt

Gewalthandlungen können Ermittlungen, Verletzungen, gesellschaftliche Folgen, Haft oder andere langfristige Auswirkungen nach sich ziehen.

Diese Konsequenzen müssen glaubwürdig akzeptiert werden.

§11 · Maskierung und Identifikation

§11.1 Glaubwürdige Maskierung

Eine glaubwürdige Maskierung kann die Identifikation eines Charakters erschweren oder verhindern.

Dabei werden die gesamte Erscheinung, Kleidung, Stimme, Verhalten und weitere situative Merkmale berücksichtigt.

§11.2 Stimme als Hinweis

Eine Stimme allein stellt bei glaubwürdiger Maskierung keinen zweifelsfreien Identitätsnachweis dar.

Sprachmuster, Akzente und charakteristische Ausdrucksweisen können jedoch Verdachtsmomente begründen.

§11.3 Pferde und Ausrüstung

Ein Charakter darf nicht automatisch allein anhand eines Pferdes, Kleidungsstücks oder Gegenstandes identifiziert werden.

Besonders auffällige oder durch vorheriges Roleplay eindeutig bekannte Merkmale können als Indizien dienen.

§11.4 Beweise und Schlussfolgerungen

Verdachtsmomente ersetzen keinen gesicherten Beweis.

Charaktere dürfen Schlussfolgerungen ziehen und Ermittlungen durchführen, müssen dabei jedoch die tatsächlichen IC-Erkenntnisse berücksichtigen.

§12 · Pferde, Kutschen und Fortbewegung

§12.1 Glaubwürdiges Verhalten

Pferde und Kutschen sind entsprechend ihrer Eigenschaften und der jeweiligen Umgebung glaubwürdig zu verwenden.

Unrealistisches Reitverhalten und bewusstes Ausnutzen physikalischer Fehler sind zu vermeiden.

§12.2 Gefährliche Manöver

Das absichtliche Ausführen unrealistischer Sprünge, das Ausnutzen schwerer Kollisionen oder ein dauerhaft lebensgefährlicher Umgang mit Pferden und Kutschen kann als Fail-RP gewertet werden.

§12.3 Unfälle und Verletzungen

Schwere Stürze, Unfälle und Zusammenstöße müssen entsprechend ihrer Auswirkungen ausgespielt werden.

Die technische Möglichkeit, anschließend unmittelbar weiterzureiten, hebt die Pflicht zum glaubwürdigen Roleplay nicht auf.

§13 · Combat Logging und Verbindungsabbrüche

§13.1 Combat Logging

Das absichtliche Verlassen des Servers während aktiver RP-, Konflikt-, Verfolgungs-, Festnahme- oder vergleichbarer Situationen ist verboten.

Hierzu zählt auch das gezielte Trennen der Internetverbindung, um Konsequenzen zu umgehen.

§13.2 Technische Verbindungsabbrüche

Bei einem unbeabsichtigten Verbindungsabbruch soll nach Möglichkeit zeitnah eine Rückkehr erfolgen.

Falls eine Rückkehr nicht möglich ist, sind die Beteiligten oder der Support möglichst zeitnah zu informieren.

§13.3 Fortführung der Situation

Ein Verbindungsabbruch beendet eine laufende RP-Situation nicht automatisch.

Die Beteiligten sollen die Fortsetzung nach Möglichkeit ermöglichen. Bei Unklarheiten kann der Support hinzugezogen werden.

§14 · Cheats, Modifikationen und Exploits

§14.1 Verbot technischer Vorteile

Cheats, Hacks, Exploits und unerlaubte Modifikationen sind untersagt.

Dies betrifft sämtliche Programme, Einstellungen oder Eingriffe, die einen unfairen spielerischen Vorteil ermöglichen.

§14.2 Verbotene Hilfsmittel

Zu den verbotenen Vorteilen zählen insbesondere Aimbots, Wallhacks, ESP, Triggerbots, unerlaubte Automatisierungen sowie Manipulationen von Waffen, Bewegungen oder Spielwerten.

§14.3 Grafikmodifikationen

Grafische Anpassungen dürfen nur verwendet werden, sofern sie keine spielerischen Vorteile erzeugen.

Das gezielte Entfernen von Nebel, Vegetation, Schatten, Dunkelheit oder anderen vorgesehenen Sichtbehinderungen zur Verbesserung der Gegnererkennung ist untersagt.

§14.4 Bugs und Dupes

Bekannte Spielfehler dürfen nicht absichtlich ausgenutzt, wiederholt oder weitergegeben werden, um Vorteile zu erzielen.

Festgestellte schwerwiegende Fehler sollen dem Serverteam gemeldet werden.

§14.5 Eigenverantwortung

Jeder Spieler ist dafür verantwortlich, dass seine verwendeten Programme und Spieleinstellungen den geltenden Regeln entsprechen.

§15 · Mystic und übernatürliches Roleplay

§15.1 Bestandteil der Spielwelt

Mystic ist ein besonderer Bestandteil von Ashes of Eden und erweitert das klassische Western-Roleplay um übernatürliche Geschichten und Fähigkeiten.

Mystic ersetzt jedoch weder die allgemeinen RP-Regeln noch die Verantwortung gegenüber anderen Spielern.

§15.2 Kein automatischer Machtanspruch

Die Zugehörigkeit zu einer Mystic-Klasse begründet keinen Anspruch darauf, Konflikte zu gewinnen oder anderen Charakteren grundsätzlich überlegen zu sein.

§15.3 Geheimhaltung und Charakterwissen

Die Existenz bestimmter Mystic-Klassen und ihre jeweiligen Fähigkeiten sind nicht jedem Charakter automatisch bekannt.

Wissen über mystische Wesen muss im Roleplay glaubwürdig erlangt werden.

§15.4 Fähigkeiten und Konsequenzen

Mystische Fähigkeiten unterliegen den jeweiligen Klassenbeschreibungen, technischen Vorgaben und den geltenden Regelwerken.

Schwächen, Verletzungen, Gegenwehr und Konsequenzen müssen auch von mystischen Charakteren ausgespielt werden.

§15.5 Ergänzendes Mystic-Regelwerk

Alle weiteren Bestimmungen zu Mystic-Klassen, Anträgen, Fähigkeiten, Schwächen und Mystikjägern befinden sich im Mystic-Regelwerk.

§16 · Gewerbe und wirtschaftliches Roleplay

§16.1 Wirtschaft als Teil der Welt

Gewerbe, Unternehmen und wirtschaftliche Tätigkeiten sollen das Roleplay bereichern und eine lebendige Spielwelt fördern.

Sie dienen nicht ausschließlich der persönlichen Bereicherung.

§16.2 Aktive Bewirtschaftung

Offiziell genehmigte Unternehmen müssen angemessen und regelmäßig bespielt werden.

Dauerhaft inaktive Betriebe können nach Prüfung durch das Serverteam neu vergeben oder geschlossen werden.

§16.3 Glaubwürdige Geschäftstätigkeit

Handel, Dienstleistungen, Anstellungen und wirtschaftliche Absprachen müssen nachvollziehbar innerhalb der Spielwelt stattfinden.

Reine Scheintransaktionen zur Umgehung von Spielmechaniken oder wirtschaftlichen Beschränkungen sind untersagt.

§16.4 Eigentum und Besitz

Der Besitz eines Gebäudes, Unternehmens oder anderen Vermögenswertes rechtfertigt keine regelwidrigen Handlungen.

Insbesondere dürfen Eigentumsansprüche nicht dazu verwendet werden, andere Spieler ohne nachvollziehbare RP-Grundlage zu schädigen.

§17 · Medizinisches Roleplay

§17.1 Medizinische Versorgung

Medizinische Einrichtungen und ihre Mitarbeiter sind ein wesentlicher Bestandteil der Spielwelt.

Verletzungen, Untersuchungen und Behandlungen sind entsprechend ihrer Schwere und den verfügbaren Möglichkeiten glaubwürdig auszuspielen.

§17.2 Verantwortung von Patienten

Patienten müssen ihre Verletzungen und den Zustand ihres Charakters ernst nehmen.

Das absichtliche Ignorieren notwendiger Behandlung oder unmittelbarer Folgen ohne nachvollziehbare Grundlage kann als Fail-RP gewertet werden.

§17.3 Verantwortung medizinischer Charaktere

Medizinisches Personal muss seine Rolle glaubwürdig und verantwortungsbewusst ausüben.

Medizinische Maßnahmen dürfen nicht als Vorwand für unnötige Demütigung, missbräuchliche Gewalt oder unerwünschte sensible Inhalte verwendet werden.

§17.4 Medizinische Neutralität

Medizinische Einrichtungen und deren Personal nehmen grundsätzlich eine neutrale Rolle in der Versorgung Verletzter ein.

Angriffe auf medizinisches Personal oder Einrichtungen benötigen eine besonders nachvollziehbare RP-Grundlage und unterliegen den allgemeinen Konfliktregeln.

§18 · Gefängnis, Haft und staatliche Maßnahmen

§18.1 Haft als Roleplay

Eine Inhaftierung ist Bestandteil des Roleplays und darf nicht als rein technische Bestrafung oder bewusster Ausschluss anderer Spieler aus dem Spiel verstanden werden.

§18.2 Interaktionsmöglichkeiten

Gefangene sollen während einer längeren Haftstrafe angemessene Interaktionsmöglichkeiten erhalten.

Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach den verfügbaren Systemen und der jeweiligen RP-Situation.

§18.3 Glaubwürdige Darstellung

Gefangene müssen ihre Situation und die daraus entstehenden Einschränkungen ernst nehmen.

Eine Haftstrafe darf nicht durch technisches Verhalten oder unrealistische Handlungen gezielt umgangen werden.

§18.4 Verantwortung staatlicher Organisationen

Mitglieder staatlicher Organisationen müssen ihre Befugnisse verantwortungsvoll ausüben.

Festnahmen, Ermittlungen und Gewaltmaßnahmen benötigen eine nachvollziehbare Grundlage innerhalb des Roleplays.

§19 · Support und Klärung von Regelverstößen

§19.1 Roleplay wird grundsätzlich zu Ende gespielt

Regeldiskussionen während laufender RP-Situationen sind zu vermeiden.

Eine Situation wird grundsätzlich ausgespielt und anschließend bei Bedarf über das Ticketsystem gemeldet.

Bei akuter Gefährdung persönlicher Grenzen oder schwerwiegenden technischen Problemen kann eine Unterbrechung erforderlich sein.

§19.2 Offizielle Supportwege

Regelverstöße, Beschwerden und Unklarheiten werden über die vorgesehenen Supportkanäle geklärt.

Private Diskussionen mit unbeteiligten Teammitgliedern ersetzen keinen offiziellen Supportvorgang.

§19.3 Sachliche Klärung

Alle Beteiligten sollen ihre Sichtweise wahrheitsgemäß und sachlich schildern.

Screenshots, Clips und weitere Nachweise können zur Klärung herangezogen werden.

§19.4 Entscheidungen

Das Serverteam bewertet Vorfälle unter Berücksichtigung des Regelwerks, der Gesamtsituation und der Auswirkungen auf die beteiligten Spieler.

§20 · Sanktionen und Schlussbestimmungen

§20.1 Mögliche Maßnahmen

Regelverstöße können abhängig von Art, Schwere und Häufigkeit zu unterschiedlichen Maßnahmen führen.

Hierzu zählen insbesondere klärende Gespräche, mündliche oder schriftliche Verwarnungen, zeitweise Einschränkungen, temporäre Sperren sowie der dauerhafte Ausschluss vom Server.

§20.2 Verhältnismäßigkeit

Bei der Bewertung eines Regelverstoßes können insbesondere die Schwere der Handlung, die Auswirkungen auf andere Beteiligte, frühere Verstöße sowie die Einsicht des Spielers berücksichtigt werden.

Besonders schwerwiegende Verstöße können auch ohne vorherige Verwarnung zu einem dauerhaften Ausschluss führen.

§20.3 Verantwortung des Serverteams

Entscheidungen sollen sachlich, nachvollziehbar und im Sinne eines fairen Spielbetriebs getroffen werden.

§20.4 Änderungen

Das Server-Regelwerk kann angepasst werden, wenn Erfahrungen aus dem laufenden Spielbetrieb, technische Entwicklungen oder neue Spielsysteme dies erforderlich machen.

Maßgeblich ist die jeweils offiziell veröffentlichte Fassung.

LEITSATZ

„Große Geschichten entstehen nicht durch unbesiegbare Charaktere, sondern durch Entscheidungen, Konsequenzen und glaubwürdige Entwicklungen.“